Asbest in Bodenbelägen und Brandschutzplatten

Asbest ist auch heute noch in Gebäuden, die älter als 20 Jahre sind häufig anzutreffen. Durch die umfangreichen Untersuchungen und Sanierungen in Schulen, öffentlichen und gewerblichen Gebäuden und im Zuge der Brandschutzsanierungen der vergangenen Jahre sind die viele kritische Asbestmaterialien erkundet und saniert worden. In Gebäuden aus dem Altbaubestand „schlummern“ aber noch immer asbesthaltige Platten und Fußbodenbeläge, die bei Umbaumaßnahmen nicht immer als solche erkannt werden. Schon die Erkundung und Beprobung erfordern Umsicht und Fachkenntnis. Einige typische asbesthaltige Anwendungen sollen nachfolgend vorgestellt werden.

Asbesthaltige Bodenbeläge

Die bekannteren und häufig anzutreffenden asbesthaltigen Fußbodenbeläge sind kleinformatige, quadratische, spröde PVC-Platten (Flexplatten). Dies kann man noch immer in Schulräumen oder Wohnungen aus den 60er Jahren finden. Oft sind sie durch neuere Bodenbeläge abgedeckt und werden erst bei Umbauarbeiten freigelegt. Die Platten haben oft nur Asbestgehalte zwischen 1% und 5%, die Faserbündel sind fest in der Kunststoffmatrix gebunden, weswegen sie auch als weniger kritische „festgebundene Asbestprodukte“ gemäß TRGS 519 eingestuft sind. Zusätzlich zu den Platten wurden hier oftmals auch schwarze, asbesthaltige Kleber verwendet.

Die Untersuchungen der vergangenen Jahre haben in Wohn- und Schulräumen auch bei beschädigten Platten und mechanisch beanspruchten Kleberoberflächen nur sehr selten nachweisbare Faserkonzentrationen in der Raumluft oder auf Oberflächen ergeben.


Weniger bekannt und auch schwerer für den Laien erkennbar sind Fußbodenbeläge als Bahnenware mit asbesthaltigen Dämmungen an der Rückseite (Cushion vinyl). Diese oft im Florentiner Muster dekorierten Bodenbeläge sind ebenfalls in der Mehrzahl mehr als 40 Jahre alt, finden sich aber auch noch häufig in älteren Einfamilienhäusern, die heute zum Verkauf stehen oder umgebaut werden.

Da es sich bei Cushion vinyl-Belägen um ein schwach gebundene Asbestprodukte handelt, müssen die Vorgaben der TRGS 519 und der Asbestrichtlinien für die Bewertung und Sanierung vollständig für diese eingehalten werden, weil im anderen Fall eine gesundheitsgefährdende Faserkontamination zu erwarten ist.

Asbesthaltige Brandschutzplatten und Dichtungen

In Bereichen, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind oder erhöhte Anforderungen an den Brandschutz haben wie Heizkörperverkleidungen, Flanschdichtungen von Heizungsanlagen wie Verkleidungen von Stahlträgern, wurde seit den 1940er Jahren bis in die 1990er Jahre häufig asbesthaltige Materialien eingesetzt. Typisch sind die PROMABEST- Produkte als Plattenware. Heute nur noch selten anzutreffen sind Spritzasbestprodukte an Stahlträgern und in Hohlräumen.

Demontage und Sanierung

Der Umgang mit asbesthaltigen Materialien ist in den Asbestrichtlinien der Länder und in der TRGS 519 geregelt. Schwachgebundene Materialien müssen nach einem Punktesystem bewertet und von einem Spezialunternehmen entsorgt werden. Festgebundene Produkte, wie Dacheindeckungen oder Fassadenplatten dürfen von geprüften Handwerkern (TRGS 519 Sachkundeprüfung) ohne in der Regel ohne Aufbau von staubdichten Abschottungen und Unterdruckhaltung demontiert werden.

Brandschutzplatten sind in der Regel schwach gebundene Asbestprodukte mit geringer Rohdichte und Festigkeit und müssen im Rahmen einer regelgerechten Asbestsanierung entfernt werden (zugelassene Spezialfirma, geprüfte Geräte, Unterdruckhaltung, Freimessung vor Abbau der Schutzeinrichtungen).

Bei den Bodenbelägen führt die Demontage von Flexplatten in der Regel nicht zu starken Faserfreisetzungen, auch wenn diese gebrochen werden. Die Demontage des Klebers erfordert jedoch den vollständigen Asbestsanierungsaufwand mit staubdichten Abschottungen, Unterdruckhaltung und Einsatz zugelassener Fachfirmen und geprüfter Geräte.

Unsere Leistungen

IGU ist seit 15 Jahren ein zuverlässiger und kompetenter Partner für die Untersuchung und Sanierungsbegleitung für die Untersuchung, Sanierungsplanung und –begleitung. Wir können über die Kooperationen zu Sanierungsfachunternehmen die passenden Konzepte und Lösungen anbieten kann. Dipl.- Ing. Beate Wagner und Dipl.-Ing. René Fuchs haben die Sachkundeprüfung für die Bewertung und den Umgang mit fest- und schwachgebundenen Asbestprodukten.

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