Holzzerstörer wachsen im Verborgenen

Bei Gebäuden mit Holzträgern und Holzdecken, z.B. Fachwerkhäuser.

Holzzerstörende Pilze, wie Echter Hausschwamm, Ausgebreiteter Hausporling, Porenschwämme und andere, führen zu Weiß- oder Braunfäule an Holzbauteilen. Die Hölzer werden weich oder zeigen braunen Würfelbruch und verlieren ihre Festigkeit und Tragfähigkeit. Daher steht bei diesem Pilzbefall nicht die gesundheitliche Gefährdung der Bewohner, sondern die Tragfähigkeit der Holzkonstruktion im Vordergrund, denn die Sporen der Holzzerstörer sind nach heutigem Kenntnisstand unkritisch.

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Hausschwamm Sanierung

Wenn tragende Hölzer betroffen sind, muss die sachgerechte Sanierung gemäß DIN 68800 Teil 4 (2012-02) "Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten" vorgenommen werden. Es ist eine Fachfirma mit der Ausführung der Maßnahmen zu betrauen. Hierbei ist das Entfernen der befallenen Holzbauteile mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu den nicht befallenen Teilen vorgeschrieben. Bei allen anderen Pilzen als dem Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans) reicht hierbei ein Entfernen der verfaulten Holzabschnitte mit 30 cm Sicherheitsabstand. Beim Hausschwamm ist ein Sicherheitsabstand von 1 m vorgeschrieben und es müssen ggf. die angrenzenden Mauerwerksbauteile mit schwammwidrigen Imprägnierungen behandelt werden. 

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Bei den Arbeiten sind die Eingriffe in die Tragfähigkeit und Statik zu beachten, das Schadensausmaß sollte von einem geprüften Sachverständigen ermittelt, die Maßnahmen von ihm festgelegt und abgenommen werden.

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