Schadstoffmessung im Fertighaus & Sanierung

Es gibt unterschiedliche Gründe dafür, vor dem Fertighaus-Kauf eine Schadstoffmessung durchzuführen – besonders, wenn es sich um ein älteres Objekt handelt. Beim Bau von Fertighäusern und Pavillons aus den 60er-, 70er- oder 80er-Jahren wurden häufig Substanzen verwendet, die erst Anfang der 90er-Jahre als krebserregend eingestuft wurden. Daher lohnt es sich, bei Objekten dieser Art das IGU - Ingenieurbüro Gesundheit+Umwelt eine fachkundige Schadstoffmessung durchführen zu lassen, um gesundheitlichen Schäden vorzubeugen und eine eventuelle Fertighaussanierung einzukalkulieren. Fertighäuser sind außerdem anfällig für Feuchtigkeitsentwicklungen, die zur Schimmelpilzbildung führen können – eine weitere Gesundheitsgefährdung.

Vor dem Fertighaus-Kauf: Schadstoffmessung durchführen

Um bei einer Kaufentscheidung den kalkulierten Sanierungswert mit einberechnen zu können, messen wir nicht nur die Schadstoffe des entsprechenden Objekts, sondern bewerten außerdem die Ergebnisse anhand aktueller Richt- und Grenzwerte. So können wir einen Sanierungsplan aufstellen und Ihnen mitteilen, welche Wertminderung durch die Schadstoffe und Schimmelpilze zu berücksichtigen ist.

Einer der häufig vorkommenden Stoffe in Fertighäusern – oft mit einer Raumluftkonzentration über dem derzeitigen offiziellen Richtwert von 120 µg/m3 auftretend – ist Formaldehyd. Der Stoff kann sich ständig neu bilden, wenn die Verklebungen von Pressspanplatten chemisch reagieren. Chronische und akute Erkrankungen sind die möglichen Folgen einer solchen Schadstoffbelastung. Krankheiten können auch durch Holzschutzmittel hervorgerufen werden, die sich zum Teil in Holzständern und Wandplatten von Fertighäusern befinden. Sind diese Mittel in verbauten Teilen enthalten – hauptsächlich Pentachlorphenol (PCP) und Lindan – entsteht ein unangenehmer, muffiger Geruch, der oft fälschlicherweise mit einem Pilzbefall in Verbindung gebracht wird.

Schadstoffbelastete Fertighäuser: Sanierungsmöglichkeiten

Neben Formaldehyden und Holzschutzmitteln untersuchen wir die Bausubstanz und Raumluft ebenfalls auf Biozide, Mono-Chlornaphthalin und Chlor-Anisole mittels einer Raumluftmessung. Aber auch nach Schadstoffen, die in Massivhäusern auftreten – beispielsweise Asbest, Künstliche Mineralfasern (KMF) oder Teer – wird gesucht. Ebenso sind Pressspanplatten von Fertighäusern anfällig für Regenwasserschäden beim Aufbau des Hauses oder Leitungswasserschäden sowie Kondensationseffekte. Schimmelpilzbefall und daraus resultierende Krankheiten können die Folge sein. Auch dies wird bei einer Schadstoffmessung untersucht, damit Sie ihr Fertighaus fachgerecht sanieren können.

Die Sanierungsmöglichkeiten hängen vom gefundenen Schadstoff und den betroffenen Bauteilen ab. Platten, die negativ im Formaldehyd-Test auffallen, können versiegelt werden. Mit speziell beschichteten Gipskartonplatten trennt man den Wohnraum von mit Holzschutzmittel behandelten Trägerkonstruktionen oder Pressspanplatten. Asbesthaltige Bauteile können von Fachfirmen beseitigt werden. Durch Schimmelpilzbefall belastetes Material wird gemäß dem Schimmelpilz-Leitfaden 2002 sachgerecht entsorgt.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie eine Schadstoffmessung in Ihrem Fertighaus vornehmen lassen wollen. Wir als Schimmelgutachter sind gerne für Sie da und begleiten Sie von der Messung bis zur Sanierung!

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